Prostatakarzinome mit intraduktaler Tumorausbreitung

Prostatakarzinome, die sich intraduktal im Gangsystem der Prostata ausbreiten sind potentiell aggressive Karzinome. John McNeal hat vor mehr als 15 Jahren gezeigt, dass das Ausmaß der intraduktalen Tumorausbreitung mit aggressiven Eigenschaften des Prostatakarzinoms assoziiert ist, wie z. B. 

  •               hoher Gleason Grad
  •               hohes Tumorvolumen
  •               positive Absetzungsränder
  •               Samenblaseninfiltration
  •               Lymphknotenmetastasen
  •               PSA- Rezidiv

Neue Studien belegen, dass die intraduktale Tumorausbreitung ein signifikanter Risikofaktor für die Androgen- und Strahlenresistenz darstellt. Dabei erwies sich das intraduktale Prostatakarzinom als ein unhabhängiger Marker für das Frührezidiv (<36 Monate) und das Auftreten von Metastasen nach externer Bestrahlung. Demnach dürfte beim Nachweis eines intraduktalen Prostatakarzinoms in der Stanzbiopsie die radikale Prostatektomie kombiniert mit einer erweiterten  Lymphadenektomie dem Patienten eine bessere Überlebenschance eröffnen als die  Radiatio. Früher wurde das intraduktale Prostatakarzinom unter den Begriff HGPIN (high grade prostatische intraepitheliale Neoplasie, ein möglicher Vorläufer des Prostatakarzinoms) subsumiert und wurde deshalb meistens nicht diagnostiziert.   

Nähere Informationen zu diesem Thema finden sich in folgenden Übersichtsartikeln mit dem Titel:

Intraduktale Prostatakarzinom. Der Wolf im Schafpelz

PDF5.pdf [ 695.1 KB ]


Intraductal Postate Cancer. Precursor or Aggressive Phenotyp?

PDF6.pdf [ 1.6 MB ]